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UUID-Generator

Der UUID-Generator erstellt Universally Unique Identifiers in den Versionen v1 (zeitbasiert), v4 (zufällig) und v7 (zeitbasiert, Unix-Epoch, lexikografisch sortierbar). Einzelne oder mehrere UUIDs werden auf Knopfdruck erzeugt, und alle Komponenten werden transparent erklärt. Das Tool unterstützt verschiedene Ausgabeformate und Batch-Generierung.

Was sind UUIDs?

UUID steht für Universally Unique Identifier und ist ein 128-Bit-Standard (RFC 4122) zur Erzeugung weltweit eindeutiger IDs ohne zentrale Koordinationsstelle. UUIDs werden in der Softwareentwicklung als Primary Keys in Datenbanken, als Session-IDs, Dateinamen und in vielen anderen Kontexten verwendet. Das gängige Format ist eine 32-stellige Hexadezimalzahl in der Form 550e8400-e29b-41d4-a716-446655440000 (8-4-4-4-12 Zeichen). Es gibt verschiedene UUID-Versionen, die sich in der Methode der ID-Generierung unterscheiden.

Wie unterscheiden sich UUID v1, v4 und v7?

UUID v1 basiert auf dem aktuellen Timestamp (100-Nanosekunden-Intervalle seit dem 15. Oktober 1582) und der MAC-Adresse der Netzwerkkarte. v1-UUIDs sind zeitkorreliert, können aber Datenschutzprobleme aufwerfen, da die MAC-Adresse eingebettet ist. UUID v4 ist vollständig zufällig (122 zufällige Bits) und hat keine Zeitkomponente – am weitesten verbreitet, aber nicht sortierbar. UUID v7 (RFC 9562) basiert auf dem Unix-Epoch-Timestamp in Millisekunden und ist lexikografisch sortierbar – die moderne Empfehlung für neue Datenbankprojekte.

Typische Anwendungsfälle

  • Generieren von Primary Keys für Datenbankeinträge in verteilten Systemen
  • Erstellen eindeutiger Session-IDs oder API-Keys
  • Generieren von Testdaten mit realistischen UUID-Werten für Entwicklung und Tests
  • Verstehen der Unterschiede zwischen UUID-Versionen bei der Auswahl des richtigen ID-Formats

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Wähle die gewünschte UUID-Version (v1, v4 oder v7).
  2. Schritt 2: Lege die Anzahl der zu generierenden UUIDs fest (Einzel- oder Batch-Modus).
  3. Schritt 3: Wähle das Ausgabeformat (Standard mit Bindestrichen, ohne Bindestriche, in Großbuchstaben).
  4. Schritt 4: Klicke auf 'Generieren' und kopiere die UUIDs in die Zwischenablage.

Beispiel

Eingabe
UUID v4 generieren
Ausgabe
550e8400-e29b-41d4-a716-446655440000

Tipps & Hinweise

  • Verwende UUID v7 für neue Datenbankprojekte statt v4 – v7 ist lexikografisch sortierbar und vermeidet Index-Fragmentierung in B-Tree-Indizes.
  • UUID v4 ist trotz seiner Zufälligkeit für die meisten Anwendungsfälle sicher gegen Kollisionen: Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision bei 1 Milliarde UUIDs liegt bei unter 1 zu einer Milliarde.
  • In Datenbanken wie PostgreSQL kann der native uuid-Typ verwendet werden (16 Byte), was effizienter ist als ein VARCHAR(36) mit dem String-Format.

Häufige Fragen

Warum sollte ich UUID v7 statt v4 verwenden?
UUID v4 ist vollständig zufällig und führt bei Datenbankindizes (B-Trees) zu häufigen Page-Splits, da neue IDs zufällig im Index verteilt werden. UUID v7 beginnt mit dem aktuellen Timestamp und wird daher immer am Ende des Index eingefügt – das reduziert Fragmentierung und verbessert die Write-Performance erheblich.
Sind UUID v1 mit Datenschutzsicht problematisch?
UUID v1 enthält die MAC-Adresse der Netzwerkkarte, was grundsätzlich Rückschlüsse auf das generierende Gerät ermöglicht. In datenschutzsensiblen Anwendungen oder Cloud-Umgebungen sollte v4 oder v7 verwendet werden.
Was ist der Unterschied zwischen ULID und UUID v7?
Beide sind zeitbasiert und lexikografisch sortierbar. UUID v7 folgt dem RFC-4122-Standard und verwendet das vertraute UUID-Format. ULID verwendet Crockford-Base32 (26 Zeichen statt 36) und ist damit kürzer und menschenlesbarer. Für neue Systeme ohne Kompatibilitätsanforderungen sind beide geeignet.
UUID-Generator
Generiert Universally Unique Identifiers (UUIDs) der Versionen v1, v4 und v7 mit konfigurierbarem Format und Batch-Generierung (bis zu 100 UUIDs).
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