Analyse
IBAN-Prüfer
Der IBAN-Prüfer validiert internationale Bankkontonummern (IBAN) gemäß ISO 13616 und dem ECBS-Standard. Er prüft die Prüfsumme mittels MOD-97-Algorithmus, identifiziert das Land anhand des zweistelligen ISO-3166-Ländercodes, schlüsselt den BBAN (Basic Bank Account Number) in seine Bestandteile auf und erkennt Schweizer QR-IBANs (beginnend mit CH3...). Das Tool ist für Entwickler von Zahlungssystemen und Finanz-Softwaretester konzipiert.
Was ist eine IBAN und wie ist sie aufgebaut?
Die IBAN (International Bank Account Number) ist ein internationaler Standard (ISO 13616) zur eindeutigen Identifikation von Bankkonten. Eine IBAN besteht aus: 2-stelligem ISO-3166-Ländercode (z. B. DE, CH, AT), 2-stelliger Prüfziffer (berechnet per MOD 97-10-Algorithmus nach ISO 7064) und dem länderspezifischen BBAN (Basic Bank Account Number), der Bankleitzahl und Kontonummer enthält. Die maximale Länge beträgt 34 Zeichen, die minimale 15 (Norwegen). Die Struktur des BBAN ist je Land unterschiedlich: Deutsche IBANs enthalten eine 8-stellige BLZ und 10-stellige Kontonummer, Schweizer IBANs eine 5-stellige Bankidentifikation und 12-stellige Kontonummer.
Wie funktioniert das Tool?
Die Validierung erfolgt in vier Schritten: Erstens werden Leerzeichen entfernt und die IBAN auf gültige Zeichen (A-Z, 0-9) und Länge geprüft. Zweitens werden die ersten vier Zeichen ans Ende verschoben. Drittens werden alle Buchstaben durch Zahlen ersetzt (A=10, B=11, ..., Z=35). Viertens wird geprüft, ob der resultierende Zahlenwert modulo 97 den Rest 1 ergibt – das ist die MOD-97-Prüfung nach ISO 7064. Das Tool kennt die BBAN-Struktur aller SEPA-Länder und kann Bankleitzahl und Kontonummer separat darstellen. QR-IBANs (Schweiz/Liechtenstein, Prüfziffer 30-39) werden gesondert markiert.
Typische Anwendungsfälle
- Formularvalidierung in Bankanwendungen und E-Commerce-Systemen (serverseitig und clientseitig)
- Datenqualitätsprüfung bei Massenimport von Bankverbindungsdaten
- BBAN-Analyse zur Extraktion von BLZ und Kontonummer aus IBAN
- QR-IBAN-Erkennung für Schweizer Zahlungsverkehr (ISO 20022, QR-Rechnung)
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: IBAN in das Eingabefeld eingeben oder einfügen (mit oder ohne Leerzeichen).
- Schritt 2: Das Tool prüft Format und Länge anhand des Länder-Schemas.
- Schritt 3: MOD-97-Prüfsumme wird berechnet und das Ergebnis (gültig/ungültig) angezeigt.
- Schritt 4: BBAN-Aufschlüsselung (BLZ, Kontonummer) und ggf. QR-IBAN-Kennzeichnung ablesen.
Beispiel
Eingabe
DE89 3704 0044 0532 0130 00
Ausgabe
Gültig: Ja Land: Deutschland (DE) Prüfziffer: 89 BLZ: 37040044 Kontonummer: 0532013000 BBAN: 370400440532013000 MOD-97-Rest: 1
Tipps & Hinweise
- Tipp: Die Prüfziffer 00 und 01 sind per Definition ungültig – gültige Prüfziffern liegen immer zwischen 02 und 98.
- Tipp: QR-IBANs (CH, LI) haben immer Prüfziffern zwischen 30 und 39 und werden im Schweizer Zahlungsverkehr für QR-Rechnungen nach ISO 20022 verwendet.
- Tipp: IBANs sollten immer serverseitig validiert werden – clientseitige Validierung allein ist nicht ausreichend für Zahlungssysteme.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen IBAN und BIC/SWIFT?
Die IBAN identifiziert ein spezifisches Bankkonto. Der BIC (Bank Identifier Code, auch SWIFT-Code) identifiziert die Bank selbst und wird für internationale Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums benötigt. Innerhalb SEPA reicht seit 2016 die IBAN alleine.
Kann man aus der IBAN auf die kontoinhaltenden Daten schließen?
Nein – die IBAN enthält nur Bankleitzahl und Kontonummer, keine Angaben zum Kontoinhaber. Name, Adresse und andere persönliche Daten sind nicht Teil der IBAN-Struktur.
Was ist eine virtuelle IBAN?
Virtuelle IBANs (vIBAN) sind IBANs, die für individuelle Zahlungsidentifikation erzeugt werden, aber auf ein reales Sammelkonto verweisen. Sie sind technisch gültige IBANs (bestehen die MOD-97-Prüfung), werden aber von der Hausbank intern auf das Hauptkonto umgeleitet.
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