Netzwerk
MAC-Adressen-Suche
Der MAC-Adressen-Lookup identifiziert den Gerätehersteller anhand des OUI (Organizationally Unique Identifier) – der ersten 24 Bit einer MAC-Adresse. Die IEEE-OUI-Datenbank enthält über 30.000 eingetragene Hersteller und wird regelmäßig aktualisiert. Zusätzlich zeigt das Tool die EUI-64-Darstellung der MAC-Adresse, die als Interface-Identifier in IPv6-Adressen verwendet wird.
Was ist ein MAC-Adressen-OUI-Lookup?
Der OUI (Organizationally Unique Identifier) ist ein 24-Bit-Präfix, den die IEEE gegen eine Gebühr an Hardware-Hersteller vergibt. Jeder Hersteller darf unter seinem OUI Adressen für bis zu 16 Millionen Geräte (2^24) vergeben. Neben dem Standard-OUI (24 Bit) gibt es auch MA-S (Small, 36-Bit-OUI, 4096 Adressen) und MA-M (Medium, 28-Bit-OUI, 1.048.576 Adressen). Die IEEE pflegt eine öffentliche Datenbank aller registrierten OUIs. Bekannte OUIs sind z. B. 00:1A:2B (Cisco), 3C:22:FB (Apple), DC:A6:32 (Raspberry Pi Foundation).
Wie funktioniert das Tool?
Das Tool extrahiert die ersten drei Oktetts der eingegebenen MAC-Adresse und sucht diese in der lokalen OUI-Datenbank (basierend auf dem IEEE-Register). Das Ergebnis enthält Hersteller, registrierte Organisation, Land (falls vorhanden) und den Adresstyp (MA-L, MA-M oder MA-S). Zusätzlich wird die EUI-64-Darstellung berechnet: Dazu werden die Bytes 0xff und 0xfe nach dem dritten Oktett eingefügt und Bit 6 des ersten Oktetts (Universal/Local-Bit) invertiert. Das Ergebnis ist der Interface-Identifier für stateless IPv6-Autokonfiguration (SLAAC) nach RFC 4291.
Typische Anwendungsfälle
- Geräteidentifikation im Netzwerk ohne physischen Zugriff (z. B. anhand von ARP-Tabellen)
- Sicherheitsanalyse – unbekannte Geräte im WLAN oder LAN identifizieren
- EUI-64-Interface-ID für manuell konfigurierte IPv6-Adressen berechnen
- Netzwerk-Forensik und Incident-Response – Gerätehersteller aus Log-Daten ermitteln
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: MAC-Adresse eingeben (unterstützte Formate: aa:bb:cc:dd:ee:ff, aa-bb-cc-dd-ee-ff, aabb.ccdd.eeff).
- Schritt 2: Das Tool bereinigt die Eingabe und extrahiert den OUI (erste 3 Oktetts).
- Schritt 3: OUI wird in der IEEE-Datenbank nachgeschlagen – Hersteller und Details werden angezeigt.
- Schritt 4: EUI-64-Darstellung ablesen für IPv6-Interface-ID-Konfigurationen.
Beispiel
Eingabe
DC:A6:32:1B:4F:88
Ausgabe
OUI: DC:A6:32 Hersteller: Raspberry Pi Trading Ltd Land: GB EUI-64: dea6:32ff:fe1b:4f88 IPv6 Interface-ID: ::dea6:32ff:fe1b:4f88
Tipps & Hinweise
- Tipp: Beginnt eine MAC-Adresse mit 02:, 06:, 0A: oder 0E:, ist das Locally-Administered-Bit gesetzt – die Adresse ist keine werkseitige ID, sondern manuell oder virtuell vergeben.
- Tipp: Virtuelle Maschinen (VMware: 00:50:56, VirtualBox: 08:00:27, Hyper-V: 00:15:5D) haben charakteristische OUIs, anhand derer VMs im Netz erkannt werden können.
- Tipp: EUI-64-basierte IPv6-Adressen enthalten die MAC-Adresse des Geräts im Interface-Identifier – das hat Datenschutzimplikationen (Privacy Extensions, RFC 4941).
Häufige Fragen
Warum wird mein Hersteller nicht gefunden?
Mögliche Ursachen: (1) Die Adresse ist lokal administriert (kein eingetragener OUI), (2) der Hersteller hat seinen OUI nicht veröffentlicht (private Registrierung), oder (3) die MAC ist ein Alias oder randomisiert (ab iOS 14, Android 10, Windows 10 werden zufällige MACs für WLAN-Scans verwendet).
Was sind randomisierte MAC-Adressen und warum erschweren sie den Lookup?
Moderne Betriebssysteme (iOS, Android, Windows) verwenden zufällig generierte MAC-Adressen beim WLAN-Scanning und teilweise auch bei Verbindungen, um die Gerätenachverfolgung zu erschweren. Diese MACs haben das Locally-Administered-Bit gesetzt und lassen sich nicht einem Hersteller zuordnen.
MAC-Adressen-Suche
Ermittle Hersteller und Geräteinformationen anhand einer MAC-Adresse – mit OUI-Lookup, Adresseigenschaften und EUI-64-Darstellung.
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